LOS-Newsletter 1/2004
Parlamentarische Staatssekretärin Marieluise Beck eröffnet ersten Kongress des ESF-Bundesprogramms "Lokales Kapital für soziale Zwecke" (LOS) in Berlin
Pressemitteilung des BMFSFJ v. 22.1.2004
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend richtet am heutigen Donnerstag eine erste Messe mit rund 40 Projekten zum Programm ''Lokales Kapital für soziale Zwecke'' (LOS) aus. Durch das vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Programm LOS soll die Beschäftigungsfähigkeit von Menschen verbessert werden, die am Arbeitsmarkt besonders benachteiligt sind. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Marieluise Beck, besuchte die Projektmesse und informierte sich über den Erfolg der Mikroprojekte.
Mit dem Programm ''Lokales Kapital für soziale Zwecke'' (LOS) werden in ausgewählten Gebieten mit sozialen Problemlagen bundesweit 6.500 Mikroprojekte bis maximal 10.000 Euro finanziell unterstützt. Die Mittel werden unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger lokal vergeben; gefördert werden vorrangig kleine Vereine, Selbsthilfegruppen und Einzelpersonen. Für dieses Programm stehen insgesamt 55 Mio. Euro zur Verfügung. Im Rahmen der Projektmesse präsentieren sich an 16 Ständen 109 Projekte.
Die Parlamentarische Staatsekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Marieluise Beck, betonte: ''Unser Programm 'Lokales Kapital für soziale Zwecke' ist eine Initiative für mehr Beschäftigung von unten. Die Projektideen werden von lokalen Akteuren entwickelt und regional in sozialen Brennpunkten umgesetzt. Ich freue mich, dass es uns gelingt, auf neuen, auch unkonventionellen Wegen die Eigeninitiative der Menschen zu aktivieren. In maßgeschneiderten Projekten vor Ort können sie sich weiterbilden, qualifizieren und so leichter in Arbeit vermittelt werden.''
Durch das vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Programm ''Lokales Kapital für soziale Zwecke'' (LOS) sollen mit kleinen lokalen Projekten besonders benachteiligte Menschen unterstützt und in den Arbeitsmarkt integriert werden. Schwerpunktmäßig werden kleine, oft unkonventionelle lokale Mikroprojekte gefördert, die in anderen Förderprogrammen nicht berücksichtigt werden können. Pro Mikroprojekt ist die Fördersumme auf 10.000 Euro begrenzt, eine Kofinanzierung ist nicht erforderlich. Insgesamt stehen über 55 Millionen Euro für über 6.500 lokale Projekte in zwei Programmteilen bereit.
Im Programmteil ''Lokales Kapital in Hochwassergebieten'' wurden in 60 Fördergebieten 520 Mikroprojekte umgesetzt. Dafür sind bis Ende 2003 4,443 Mio. Euro in den vom Hochwasser des Monats August 2002 betroffenen Kommunen und Landkreisen eingesetzt worden.
Ein zweiter Programmteil hat im Herbst 2003 in sozialen Brennpunkten begonnen. In 177 ausgewählten Gebieten der ''Sozialen Stadt'' werden bis zum Jahr 2006 über 6.000 Mikroprojekte durchgeführt, von denen 631 bereits begonnen haben. Für die Durchführung von LOS stehen dafür auf Bundesebene 50,809 Mio. Euro zur Verfügung. Eine Auswahl von 40 beispielhaften Mikroprojekten präsentiert sich auf dem LOS-Kongress am 22. und 23. Januar in Berlin in Form einer Projektmesse.
In den ausgewählten sozialen Brennpunkten wurde ein Lokaler Aktionsplan erstellt. Er gewährleistet, dass durch die Auswahl, Koordination und Betreuung der einzelnen Mikroprojekte die sozialen Bedingungen in diesem Gebiet verbessert werden können. Die Städte und Landkreise erhalten für diese Fördergebiete bis zu 100.000 Euro pro Jahr, um ihren Lokalen Aktionsplan mit Mikroprojekten bis maximal 10.000 Euro umzusetzen. Die Entscheidung über die Förderung der Mikroprojekte erfolgt auf lokaler Ebene durch einen Begleitausschuss, der aus Vertreterinnen und Vertreter der lokalen Akteure, Betroffenen und beteiligten kommunalen Ämtern und Institutionen besteht.
Mit der bundesweiten Steuerung des Programms hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Regiestelle LOS beauftragt, die aus der Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung (gsub) und der Stiftung SPI besteht.
Eine Übersicht der auf der Messe vorgestellten Projekte finden Sie hier
Impressum
Herausgeber: Regiestelle LOS
Redaktionsschluss: 22.01.2004
regiestelle@los-online.de I http://www.los-online.de
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