LOS-Newsletter 1/2005
Erfolgreiches Arbeitsmarktprogramm wird fortgesetzt
Staatssekretär Ruhenstroth-Bauer: "Wichtiger Beitrag zur Unterstützung von Benachteiligten und zur Förderung lokaler Infrastruktur"
In der dazu erschienenen Pressemitteilung des BMFSFJ heißt es: Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verlängert das erfolgreiche Arbeitsmarktprogramm "Lokales Kapital für Soziale Zwecke" (LOS), um auch weiterhin benachteiligten Menschen am Arbeitsmarkt zu helfen und gleichzeitig lokale Strukturen zu stärken. Das Bundesprogramm LOS unterstützt einzelne Projekte in bundesweit 286 Fördergebieten mit jeweils bis zu 10.000 Euro. Bisher konnten weit über 5.000 Projekte erfolgreich umgesetzt werden, mit denen besonders benachteiligte Menschen unterstützt und der Zusammenhalt in sozial schwachen Gebieten gestärkt wurde. Zum 1. Juli 2005 startet jetzt in den 286 Gebieten die dritte Förderperiode. Bis 2006 stehen rund 75 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.
"Aufgrund der positiven Resonanz von LOS haben wir uns entschlossen, das Programm zu verlängern", erklärte der Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Peter Ruhenstroth-Bauer. "Manchmal erreicht man mit großen, zentralen Programmen nicht das Maximale. Mit LOS setzen wir da an, wo konkret Hilfe benötigt wird: Vor Ort bei den Menschen, die in der Gesellschaft benachteiligt sind und in Stadtteilen, die Unterstützung bei der Infrastruktur brauchen. Damit leistet die Bundesregierung einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung derjenigen, die Schwierigkeiten haben, sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten und bei der Gestaltung lokaler Strukturen."
Mit der Unterstützung von LOS, das vom Europäischen Sozialfonds gefördert wird, werden vor allem kleine, lokale und oft auch unkonventionelle Projektideen verwirklicht, die in anderen Förderprogrammen nicht berücksichtigt werden können. So konnte beispielsweise der Kinder- und Jugendtreff Haslach im badischen Freiburg mit Hilfe von LOS praktische Berufsorientierung für Jugendliche anbieten, in Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern erhielten Migrantinnen und Migranten Kurse in Wirtschaftsdeutsch und im niedersächsischen Osterholz wurden Langzeitarbeitslose und Jugendliche ohne Schulabschluss Grundkenntnisse in einer Fahrradwerkstatt vermittelt. Die Entscheidung über die Förderung der Mikroprojekte erfolgt auf lokaler Ebene. Träger von Mikroprojekten können z. B. Initiativen, Vereine, Genossenschaften, Bildungs- und Maßnahmeträger, Wohlfahrtsverbände, Kirchengemeinden, örtliche Unternehmen, Wirtschaftsverbände, Lehrstellenbündnisse aber auch Einzelpersonen wie beispielsweise Existenzgründer sein. Durch die Verlängerung des Programms soll den Städten und Landkreisen die Möglichkeit gegeben werden, die durch LOS aufgebauten lokalen Netzwerke und Strukturen weiter auszubauen und so nachhaltige positive Effekten für besonders Benachteiligte am Arbeitsmarkt zu erzielen.
Nähere Informationen zum Programm "Lokales Kapital für Soziale Zwecke" (LOS) finden sich im Internet unter www.los-online.de mit einer Übersicht der beteiligten Kommunen und Landkreise sowie einer Datenbank beispielhafter Mikroprojekte.
Impressum
Herausgeber: Regiestelle LOS
Redaktionsschluss: 01.07.2005
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