LOS-Newsletter 2/2005
Broschüre „21x losgelegt“ erschienen
Kommunen berichten über ihre Erfahrungen
Ausgewählte Mikroprojekte aus 21 Fördergebieten des ESF-Bundesprogramms „Lokales Kapital für soziale Zwecke“ sind in der neuen Broschüre der Regiestelle LOS mit dem Titel „21x losgelegt“ veröffentlicht worden.
„Mit LOS soll vor allem der Erwerb von Zukunftskompetenzen benachteiligter Menschen aktiv gefördert werden, um so ihre Chancen am Arbeitsmarkt nachhaltig zu verbessern. LOS flankiert damit beispielhaft die aktuellen Arbeitsmarktreformen der Bundesregierung. Wir wollen auf neuen, auch unkonventionellen Wegen die Eigeninitiative jeder und jedes Einzelnen stärken. Dazu unterstützen wir Projektideen, die in anderen, größeren Förderprogrammen nicht berücksichtigt werden können. Denn manchmal erreicht man mit großen, zentralen Programmen nicht das Maximale ... Einige beispielhafte Projekte werden in dieser Broschüre vorgestellt. Als Beispiele guter Praxis, als Anregung für andere und als Zeichen, dass sich mit Engagement und Tatkraft viel bewegen lässt.“ heißt es dazu im Grußwort von Herrn Peter Ruhenstroth-Bauer, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Darüber hinaus berichten kommunale Vertreterinnen und Vertreter über ihre Erfahrungen und die Erfolge, die das Programm in ihren Stadteilen gezeigt hat.
650 Mikroprojekte für Toleranz und Demokratie
Aktuelles LOS-Themenpapier stellt beispielhafte Projektideen vor
Die Förderung von Toleranz und Demokratie spielt sowohl in den aufgestellten Lokalen Aktionsplänen als auch bei den durchgeführten Mikroprojekten eine wesentliche Rolle. In einem Drittel der Lokalen Aktionspläne sind die Themen Fremdenfeindlichkeit, fehlende Toleranz oder Gewalt benannt, wobei das Thema Gewalt überwiegt. Als Problemlagen sind folgende Erscheinungsformen beschrieben:
- fremdenfeindliche Verhaltensweisen und Einstellungen (Geringschätzung, Stigmatisierung, Ausgrenzung, Gewaltbereitschaft, Antisemitismus) - spezifische Jugendmilieus (Gefährdungspotentiale, Prävention) - ethnische Konfliktlagen.
Auf der Ebene der angezeigten Mikroprojekte nimmt dieses Thema einen noch höheren Stellenwert ein. Für weit über die Hälfte aller Mikroprojekte wird angegeben, dass sie auch auf die Förderung von Toleranz und Demokratie ausgerichtet sind. Nur 30 Prozent aller Mikroprojekte stehen diesem Thema neutral gegenüber. Insgesamt nehmen rund 650 Projekte für sich in Anspruch, hauptsächlich die Förderung von Toleranz und Demokratie zum Ziel zu haben. Damit wurden bisher rund 18.000 Personen, 900 Institutionen und 200 Unternehmen erreicht. Durch LOS werden Mikroprojekte gefördert, die die Anerkennung, den Schutz und den Respekt gegenüber ethnischen, kulturellen und sozialen Minderheiten zum Ziel haben.
Mehr Informationen erhalten Sie im LOS-Themenpapier 1/2005 anhand von konkreten Projektbeispielen. Das Themenpapier können Sie auf der Internetseite www.los-online.de oder direkt hier herunterladen (.pdf-Dokument / ca. 900 KB).
Dokumentation des 2. LOS-Kongresses 13./14.12.2004 veröffentlicht
Auf dem zweitägigen Kongress am 13. und 14. Dezember 2004 in Berlin tauschten sich die lokalen Koordinatorinnen und Koordinatoren sowie Vertreterinnen und Vertreter von Mikroprojekten über ihre Erfahrungen aus. Fragen der konkreten Programmumsetzung standen ebenso auf der Tagesordnung wie die langfristigen Perspektiven des Programms. Auf der Projektmesse konnten sich die Kongressteilnehmerinnen und Kongressteilnehmer über ausgewählte Mikroprojekte und deren Umsetzungsstrukturen informieren.
Aktuelle Ausschreibungen
Übernahme aus dem E&C-Newsletter v. 16.08.2005
Der bundesweite Wettbewerb "Deutscher Förderpreis Jugend in Arbeit" will Aktivitäten gegen Jugendarbeitslosigkeit mobilisieren und gute Beispiele bekannt machen, die der Stabilisierung und beruflichen Integration junger Arbeitsloser unter 25 Jahren dienen. Die besten Projekte und Konzepte für jugendliche Bezieher von Arbeitslosengeld II werden mit einem Preis ausgezeichnet. Dafür stehen zweckgebundene Fördergelder in Höhe von insgesamt 3,4 Millionen Euro bereit. Am Wettbewerb teilnehmen können Freie Träger, Unternehmen, Arbeitsgemeinschaften / Agenturen für Arbeit / Optionskommunen sowie Netzwerke / Initiativen. Bewerbungsschluss ist der 14. Oktober 2005.
Weitere Informationen: www.foerderpreis-jugend.de/servlet/PB/menu/1014630/index.html
Pünktlich zum Ganztagsschulkongress am 2. und 3. September 2005 startet auch der zweite Wettbewerb "Zeigt her eure Schule!". Ab diesem Zeitpunkt sind Ganztagsschulen und ihre außerschulischen Partner bis zum 15. Januar 2006 aufgefordert, von ihren Kooperationsprojekten zu berichten und gemeinsam eine Dokumentation zu erstellen. Die Praxisbeispiele sollen Anregungen geben und zeigen, wie Schulen mit Unternehmen, sozialen oder kulturellen Einrichtungen, ehrenamtlichen Initiativen, Hochschulen, Museen, Sportverbänden, Bibliotheken, Kommunalverwaltungen, Eltern, Großeltern oder auch anderen Schulen zusammenarbeiten und was für eine erfolgreiche Kooperation wichtig ist. Weitere Informationen: www.ganztaegig-lernen.de
Das bundesweite Bündnis für Demokratie und Toleranz führt 2005 zum fünften Mal seinen Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz" durch. Es sammelt damit vorbildliche zivilgesellschaftliche Aktivitäten, die sich gegen Intoleranz und Ausländerfeindlichkeit sowie für den gegenseitigen Respekt verschiedener Kulturen einsetzen. Das Bündnis will mit dem Wettbewerb dazu beitragen, dass erfolgreiche Konzepte bekannter werden. Wie im Vorjahr werden auch in diesem Jahr Preise zwischen 1.000 und 5.000 € in einem Gesamtbetrag von 200.000 EUR vergeben. Einsendeschluss ist der 30. September 2005. Weitere Informationen: Fon 030.23 63 408-0 oder www.buendnis-toleranz.de
Unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Renate Schmidt vergibt die BKJ den Kulturpreis MIXED UP. Ausgezeichnet werden gelungene Kooperationen zwischen Ganztagsschulen und kulturellen Partnern. Teilnehmen können bundesweit alle Einrichtungen und Träger kultureller Jugendbildung, die mit einer oder mit mehreren Ganztagsschulen kooperieren. Er richtet sich damit an alle Kunstsparten und Organisationsformen kultureller Bildungsarbeit. Auch die Schulform ist nicht festgelegt. Bewerben können sich Vereine, Einrichtungen, freiberufliche Künstler/innen oder Projektleiter/innen. Der Empfänger des Preisgeldes ist der außerschulische kulturelle Partner. Bewerben müssen sich aber beide Partner gemeinsam. Einsendeschluss für den ersten Durchgang ist der 12. September 2005. Weitere Informationen: www.kultur-macht-schule.de
Der Wettbewerb LISA – „Lokale Initiativen zur Integration junger Spätaussiedler in Ausbildung und Beruf“ fördert praktische Initiativen zur Berufsorientierung und Berufsvorbereitung junger Spätaussiedler, zur Identifizierung geeigneter Ausbildungsprofile und zur Begleitung beim Übergang in den Beruf. Ziel ist es, positive Beispiele aktivierender lokaler Praxis in Berufsorientierung und Ausbildung zu stärken und zu verbreiten. Junge Spätaussiedler sollen dabei unterstützt werden, ihr Potential und ihre Kompetenzen noch erfolgreicher für sich und die Gesellschaft einzubringen. Bewerben können sich Netzwerke in Kommunen und Landkreisen (unter 300.000 Einwohnern), die in der Arbeit mit Spätaussiedlern einen besonderen Schwerpunkt setzen. Bewerbungsschluss ist der 31. August 2005. Weitere Informationen: www.bosch-stiftung.de/lisa/
Das Deutsche Kinderhilfswerk ruft Kinder- und Jugendeinrichtungen aus ganz Deutschland auf, sich für die Goldene Göre zu bewerben. Der Preis des Deutschen Kinderhilfswerkes zeichnet Projekte der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Gestaltung ihrer Lebenswelt aus, die in den Bereichen Medien, Kinderpolitik, Kinderkultur, Spielraum und Schule angesiedelt sind. Wichtig ist es, dass die Aktionen gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen entwickelt, geplant und umgesetzt worden sind. Die Goldene Göre ist ein Anerkennungspreis, verbunden mit einer finanziellen Förderung von insgesamt 18.000 Euro, der erste Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Einsendeschluss ist der 23. September 2005.
Weitere Informationen: www.dkhw.de
Mit dem Dieter-Baacke-Preis zeichnet die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bundesweit beispielhafte Projekte aus, die in der Bildungs-, Sozial- und Kulturarbeit entstanden sind. Bewerben können sich Initiativen oder Einzelpersonen, die innovative, originelle oder mutige Projekte zur Förderung einer pädagogisch orientierten Medienkompetenz durchführen. Gesucht sind Projekte außerschulischer Träger (z.B. Jugendzentren, Kindergärten, Träger der Jugendhilfe oder Familienbildung, Medienzentren und Medieninitiativen) und Kooperationsprojekte zwischen schulischen und außerschulischen Trägern. Bewerbungsschluss ist der 31. August 2005. Weitere Informationen: www.gmk-net.de/medpreis03.htm bzw. Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK), Körnerstraße 3
33602 Bielefeld, Fon: 0521.677 88, Fax: 0521.677 27, E-Mail gmk@medienpaed.de
Über den diesjährigen kommunalen Wettbewerb zur Suchtprävention werden Städte, Gemeinden und Kreise ausgezeichnet, die mit ihren Maßnahmen der Alkoholprävention in den verschiedenen kommunalen Handlungsfeldern ein gutes Beispiel für andere Kommunen geben. Alle deutschen Städte, Kreise und Gemeinden sind zur Teilnahme eingeladen. Teilnahmeberechtigt sind außerdem Kommunalverbände sowie die Träger der kommunalen Selbstverwaltung in den Stadtstaaten. Der Wettbewerb wird von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit Unterstützung der Kommunalen Spitzenverbände und den Gesetzlichen Krankenversicherungen durchgeführt. Das Wettbewerbsbüro ist beim Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) angesiedelt. Bewerbungsschluss ist der 15. Dezember 2005. Weitere Informationen: www.kommunale-suchtpraevention.de/
Der Europarat zeichnet insgesamt drei Projekte mit dem Europäischen Preis für Drogenprävention 2006 aus. Wichtigstes Kriterium dabei ist, dass die Projekte von Jugendlichen organisiert sein müssen. Gute Chancen haben Projekte, die sich durch ihre Qualität in der Drogenpräventionsarbeit auszeichnen und darüber hinaus unter direkter Beteiligung von Jugendlichen geplant und umgesetzt werden. Einsendeschluss für Projektvorschläge ist der 1. Oktober 2005. Weitere Informationen: www.coe.int/t/dg3/pompidou/preventionprize/default_EN.asp
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit führt auch im Jahr 2005 gemeinsam mit den Kooperationspartnern "Initiative D21" und der "Stiftung Digitale Chancen" den Wettbewerb "Wege ins Netz" durch. Ermittelt und prämiert werden vorbildliche Aktionen und Initiativen, die zur Erhöhung der Internetnutzung in der Bevölkerung beitragen und die gleichwertige Teilhabe aller gesellschaftlichen Gruppen am Internet fördern. Auswahlkriterien des Wettbewerbs sind u.a. die Nachhaltigkeit, die Art der Zielgruppenansprache, die Wissensvermittlung und Schulung, soziales und ehrenamtliches Engagement sowie die Einbindung in lokale Netzwerke. Weitere Informationen: www.wegeinsnetz2005.de.
Bis zum 15. Oktober 2005 können sich Partnerschaften von Schulen und Jugendgruppen aus Deutschland und Mittel- und Osteuropa oder Israel erneut um eine Förderung ihrer gemeinsamen Projekte durch den Wettbewerb „Frieden für Europa – Europa für den Frieden“ bewerben. Der Wettbewerb „Frieden für Europa – Europa für den Frieden“ wurde anlässlich des 60. Jahrestages des Kriegsendes vom Fonds „Erinnerung und Zukunft“ initiiert und wird durchgeführt vom MitOst e.V. Weitere Informationen: www.frieden-fuer-europa.de
Die Bundesinitiative Jugend sucht mit dem bundesweiten Wettbewerb Klick05 gute Ideen für die Arbeit mit Jugendlichen und dem Medium Internet. Jugendeinrichtungen sind aufgerufen, ihre Ideen zur Nutzung des Mediums Internet in der praktischen Arbeit mit ihren Jugendlichen einzureichen. Gefragt sind dabei keine komplexen medienpädagogischen Konzepte, sondern konkrete und praxisorientierte Ideen für die Nachnutzung durch andere Jugendeinrichtungen. Die Ideen werden anschließend über das Wettbewerbsportal im Internet zur Verfügung gestellt, damit alle anhand guter Projekte voneinander lernen können. Am Wettbewerb teilnehmen können alle Jugendeinrichtungen und Träger der Jugendhilfe. Einsendeschluss ist der 31. August 2005. Weitere Informationen: www.klick05.de
Die BMW Group prämiert herausragende internationale Best-Practice-Beispiele und wissenschaftliche Arbeiten im Bereich des interkulturellen Lernens. Für den BMW Group Award für Interkulturelles Lernen können in der Kategorie "Praxis" Projekte eingereicht werden, die beispielsweise an Schulen, Kindergärten, im Rahmen von Elterninitiativen, Nachbarschaftsprojekten oder auch in sozialen Einrichtungen interkulturelles Lernen fördern. Einsendeschluss ist der 20. Oktober 2005. Weitere Informationen: http://www.bmwgroup.de bzw. per E-Mail presse@bmw.de.
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Herausgeber: Regiestelle LOS
Redaktionsschluss: 29.08.2005
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