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LOS-Newsletter 1/2006


5.500 Mikroprojekte für die Stärkung der Eigenverantwortung und höhere Beschäftigungschancen


Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Gerd Hoofe zog auf dem 3. Kongress des Bundesprogramms „Lokales Kapital für soziale Zwecke“ eine positive Zwischenbilanz

Mehr als 150.000 am Arbeitsmarkt benachteiligte Personen konnten bisher durch das im Jahr 2003 gestartete Programm „Lokales Kapital für soziale Zwecke“ (LOS) aktiviert und unterstützt werden. Die meisten davon sind Langzeitarbeitslose, Schulabgängerinnen und Schulabgänger, Ausbildungsplatzsuchende oder Berufsrückkehrerinnen. Durch die insgesamt 5.500 geförderten lokalen Kleinstprojekte konnten diese Menschen wieder neuen Mut schöpfen, konnte vielen von ihnen ein Anstoß oder eine neue Perspektive für den Arbeitsmarkt gegeben werden.

In bundesweit 286 Stadtteilen und Gebieten mit besonderem Entwicklungsbedarf werden durch LOS insbesondere kleine, lokale Mikroprojekte verwirklicht. Das Programm ergänzt damit das Bundesprogramm „Soziale Stadt“. Die Entscheidung über die Förderung der Mikroprojekte erfolgt dabei auf lokaler Ebene unter Beteiligung der Zielgruppen des Programms. Träger von Mikroprojekten können z.B. Initiativen, Vereine, Genossenschaften, Bildungs- und Maßnahmeträger, Wohlfahrtsverbände, Kirchengemeinden, örtliche Unternehmen, Wirtschaftsverbände, Lehrstellenbündnisse, aber auch Einzelpersonen - z.B. bei Existenzgründungen - sein. Das Ziel der mit bis zu 10.000 Euro geförderten Mikroprojekte ist die Verbesserung der Beschäftigungschancen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und die damit verbundene soziale Integration dieser Menschen.

„LOS setzt auf die eigene Mitwirkung, das Maßgeschneiderte. LOS beseitigt individuelle Not und stärkt das Gemeinwesen. Die Menschen sind hier keine bloßen Zuwendungs- oder Maßnahmeempfänger, sondern werden als aktive Mitgestalter angesprochen, ihre Eigenverantwortung betont. In der Kombination von Bildungsmaßnahmen, Arbeitsvermittlung, beruflicher Qualifizierung, Unternehmensförderung und der Stärkung des sozialen Zusammenhalts, der Nachbarschaften und der Familien liegt das Besondere von LOS. LOS verfolgt unmittelbar die Ziele von Lissabon und der Europäischen Beschäftigungsstrategie – sei es durch die verstärkte Arbeitsmarktbeteiligung von arbeitsmarktfernen Zielgruppen oder durch die Bemühungen, die Schulabbrecherquote zu senken“, betonte Staatssekretär Gerd Hoofe vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf seiner Eröffnungsrede des 3. LOS-Kongresses, der am 23. und 24. Januar in Berlin stattfand. „Vor allem erfüllt LOS beispielhaft den lokalen Ansatz der Europäischen Strategie und führt wie kein anderes Programm den beteiligten Menschen die Vorteile der Europäischen Union unmittelbar vor Augen. LOS ist damit ganz konkret Werbung für Europa“, so Hoofe weiter über das Bundesprogramm, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds initiiert wurde.



Fördermittel für komplette 4. Förderperiode um 12 Millionen Euro aufgestockt


Aufgrund der positiven Halbzeitbilanz hat sich das BMFSFJ entschlossen, die Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds noch einmal um 12 Millionen Euro auf insgesamt 87 Millionen Euro aufzustocken um damit das Programm in gleichem Umfang bis Mitte des Jahres 2007 fortsetzen zu können. Die Europäische Kommission hat diesen Planungen zwischenzeitlich zugestimmt.



Projektmesse mit Ausstellern aus 33 Fördergebieten

In den ersten beiden Förderperioden des Programms „Lokales Kapital für Soziale Zwecke“ (LOS) wurden in 286 Fördergebieten 5.500 Mikroprojekte erfolgreich umgesetzt, in der laufenden Förderperiode schon über 2.500 begonnen. Aus 33 Fördergebieten wurden auf der Projektmesse anlässlich des LOS-Kongresses ausgewählte Projekte vorgestellt.



LOS-Filmbeiträge mit Preis ausgezeichnet

Mit einem „LOS-Bären“ wurden anlässlich 3. LOS-Kongresses folgende Filme ausgezeichnet:

· „los – los – LOS!“ - Eine Dokumentation über ausgewählte Projekte aus Kiel.
· „New-World” – Nienburger Jugendliche im Stadtteil Lehmwandlung planen ein neues Jugendzentrum.
·„Unterwegs – Pleiten, Pech & Punker“ - Eine Gruppe Nürnberger Punks macht sich auf den Weg zu einem lang ersehnten Konzert. Doch die Anreise ist von Stolpersteinen gespickt.
· „Black-Flowers” - Schwarze Frauen aus Potsdam gründen den Verein „Black Flowers“. In Interviews berichten sie über ihre Identität, ihre Heimat und Pläne.



Impressum


Herausgeber: Regiestelle LOS

Redaktionsschluss: 31.01.2006

regiestelle@los-online.de I www.los-online.de


© 2012 ARGE Regiestelle... GbR  zuletzt aktualisiert am: 25.07.2008


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