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LOS-Newsletter 2/2003


Editorial


Die Starterkonferenzen zum Bundesprogramm LOS haben unter zahlreicher Beteiligung der kommunalen Vertreter/-innen stattgefunden. Zeitgleich hat die Online Antragsphase begonnen.

Die Frist für die Online-Eingabe des Antrags endete für die Hochwassergebiete am 30.05.2003, für die Gebiete der Sozialen Stadt bzw. E&C-Gebiete besteht noch bis zum 13.06.2003 die Möglichkeit der Antragstellung.

Zum jetzigen Zeitpunkt stellen die Gebietskörperschaften, d.h. kreisfreie Städte und Landkreise der benannten Gebiete unter Beteiligung der Netzwerke und Akteure vor Ort einen Lokalen Aktionsplan auf, der Bestandteil des Antrags an die Regiestelle ist. Im Falle einer Bewilligung des Antrages verpflichtet sich die Gebietskörperschaft per Vertrag, eine lokale Koordinierungsstelle beim federführenden Amt einzurichten und die Gründung eines Begleitausschusses zu initiieren. Dieser Begleitausschuss, in dem Vertreter/-innen der lokalen Akteure angemessen vertreten sein sollen, entscheidet dann eigenverantwortlich über die zu fördernden Mikroprojekte.

Für weitere Informationen zum Programmverlauf stehen auf der Internetseite die Handbücher als .pdf zum Download zur Verfügung.



Starterkonferenzen mit hoher Resonanz


Insgesamt fünf Starterkonferenzen an vier verschiedenen Standorten (Leipzig, Köln, Hannover und Berlin) hat die Regiestelle LOS in den vergangenen Wochen durchgeführt. Neben allgemeinen Informationen zu den Inhalten, den Antragsvoraussetzungen sowie zum Verlauf des Programms wurden die Interessentinnen und Interessenten in Workshops mit dem Aufbau und den Anforderungen des Antrages vertraut gemacht. So konnten eine Vielzahl von Fragen bereits im Vorfeld der Antragsphase beantwortet werden.

Die Resonanz unter den potentiell Antragsberechtigten war sehr hoch: Im Programmteil "Lokales Kapital für die Soziale Stadt" sind Einladungen für 313 Gebiete der Sozialen Stadt bzw. E&C Gebiete verschickt worden; davon waren auf den Starterkonferenzen Vertreter/innen von 222 Gebieten anwesend. Für die Starterkonferenz im Programmteil "Lokales Kapital in Hochwassergebieten" wurden 46 Landkreise und Städte eingeladen, die insgesamt 114 der von den Landesministerien benannten Fördergebiete repräsentierten. Von den 46 eingeladenen Gebietskörperschaften waren insgesamt 23 interessierte Landkreise und Städte bei der Starterkonferenz vertreten.



LOS-Arbeitshilfe Gender-Mainstreaming


Die Berücksichtigung von Gender Mainstreaming ist eine wesentliche Voraussetzung für die Teilnahme am Programm "Lokales Kapital für soziale Zwecke".

Gender Mainstreaming bezeichnet eine neue Strategie zur Herstellung von Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern, die als EU-Richtlinie 1997 verbindlich für alle Mitgliedstaaten im Amsterdamer Vertrag verankert und auch von der Bundesregierung 1999 als strukturierendes Leitprinzip anerkannt wurde. Gender Mainstreaming gilt demzufolge als verbindliche Richtlinie, die politisch umgesetzt werden muss.

Der englische Begriff "Gender" steht dabei für "Geschlecht", bezeichnet aber nicht das biologische, sondern das soziale und kulturelle Geschlecht. Er bezieht sich auf die "sozialen und kulturellen Konstruktionsprozesse, die die Geschlechteridentitäten hervorbringen" (s. v. GINSHEIM/MEYER 2002: Gender Mainstreaming - Zukunftswege der Jugendhilfe. Ein Angebot. Stiftung SPI. Berlin, S. 15). Der Begriff "Mainstreaming" erklärt sich damit, dass die Kategorie "Gender" grundlegend in politischen Entscheidungsprozessen berücksichtigt - in den Mainstream integriert - werden muss.

Zur Umsetzung der Gender-Mainstreaming-Strategie im Programm "Lokales Kapital für Soziale Zwecke" (LOS) hat die Regiestelle eine unterstützende Arbeitshilfe entwickelt, die auf der Internetseite unter der Rubrik Dokumente/LOS-Arbeitshilfen abrufbar ist.



Links zu Pilotprojekten


Im Vorfeld des ESF-Bundes-Modellprogrammes "Lokales Kapital für Soziale Zwecke" (LOS) gab es bereits 29 EU-weite Projekte, die der Europäische Sozialfonds im Rahmen der Pilotaktion "Local social capital" (Lokales Soziales Kapital) ab 1999 auf regionaler und lokaler Ebene initiierte. In Deutschland wurden in diesem Zusammhang vier Pilotaktionen durchgeführt.

Auf Wunsch vieler Teilnehmer/-innen der Starterkonferenzen veröffentlichen wir an dieser Stelle entsprechende verfügbare Links zu zwei dieser mittlerweile abgeschlossenen Projekte.

Berlin: Deutsche Kinder und Jugendstiftung, Allgemeine Jugendberatung, Eurocom Micropolis

Niedersachsen: Regierungsbezirk Weser-Ems: Ländliche Erwachsenenbildung Niedersachsen



Antragsfristen


Im Anschluss an die Starterkonferenzen begann die jeweils 4wöchige Antragsfrist für das Online-Verfahren:

Antragsfrist Programmteil Hochwasser:
05.05.2003-30.05.2003

Antragsfrist Programmteil Soziale Stadt:
19.05.2003-13.06.2003



Impressum


Herausgeber: Regiestelle LOS
regiestelle@los-online.de I http://www.los-online.de


© 2010 ARGE Regiestelle... GbR  zuletzt aktualisiert am: 15.05.2007


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