LOS-Newsletter 1/2007
Erfolgreiches Bundesprogramm "Lokales Kapital für soziale Zwecke" wird fortgesetzt / Pressemitteilung des BMFSFJ vom 22.08.2007
Staatssekretär Gerd Hoofe: "Wir müssen benachteiligte Menschen stärker beruflich und sozial integrieren" / Mehr als 330.000 Menschen qualifiziert
Ob beim Wiedereinstieg von Frauen ins Erwerbsleben, der Einrichtung eines Generationencafés oder dem Betrieb einer Begegnungs- und Informationsstätte - das Bundesprogramm "Lokales Kapital für soziale Zwecke" (LOS) hilft benachteiligten Menschen und stärkt Gebiete mit besonderem Entwicklungsbedarf. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend setzt das erfolgreiche Programm deshalb bis Juni 2008 fort. Für die jetzt in 276 Fördergebieten gestartete fünfte Förderperiode stehen insgesamt 24 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung. Das Programm soll auch in der ESF-Förderperiode 2007 bis 2013 weiter bestehen.
"Mit LOS helfen wir erfolgreich mit, benachteiligte Menschen beruflich und sozial in ihrer Umgebung zu integrieren", erklärt der Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Gerd Hoofe. "Mit den maßgeschneiderten Angeboten des Programms erreichen wir die Menschen, die nicht auf dem Arbeitsmarkt Tritt fassen können. Die Zahlen beweisen das: In rund 12.000 Projekten haben wir mehr als 333.000 Menschen qualifiziert und so ihre Chancen auf beruflichen Erfolg verbessert. Wir werden das Programm fortführen, um die sozialen und beschäftigungswirksamen Potenziale vor Ort zu aktivieren und denjenigen, die auf Unterstützung angewiesen sind, weiterhin zu helfen."
Seit 2003 wird das Programm "Lokales Kapital für soziale Zwecke" durch den Europäischen Sozialfonds finanziert. Es unterstützt mit lokalen Projekten Schulabgänger, Langzeitarbeitslose und Menschen mit Migrationshintergrund beim Start oder Wiedereinstieg in das Berufsleben. Die Mikroprojekte, deren Träger überwiegend kleine Vereine oder lokale Initiativen sind, werden mit maximal 10.000 Euro gefördert.
Nähere Informationen zum Programm "Lokales Kapital für soziale Zwecke" (LOS) finden sich im Internet unter www.los-online.de
LOS stellt sich auf dem EU-Fachkongress „Kinder und Jugendliche in sozialen Brennpunkten – Neue Strategien der Kohäsion“ vor
In Leipzig trafen sich vom 26. bis zum 28. Juni fast 400 Wissenschaftler, Politiker und Praktiker aus 37 Staaten und 170 Kommunen, um über die Lebenssituation von jungen Menschen in sozialen Brennpunkten zu diskutieren. Ziel des dreitägigen Kongresses war der Austausch von Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in sozialen Brennpunkten. Nationale Strategien, Programme und Verfahren sollen vorgestellt und verglichen werden, um gemeinsame, europaweite Strategien entwickeln zu können. Der Kongress war Teil des Programms der deutschen EU-Ratspräsidentschaft.
Auf Grund der prominenten Rolle, die LOS für die Arbeit in sozialen Brennpunkten in Deutschland spielt, hat das ESF-Förderinstrument „Geringe Zuschussbeträge – Small Grants“ einen eigenständigen Schwerpunkt auf der Konferenz eingenommen. In einer Arbeitsgruppe haben Vertreter/-innen aus England, Italien und Deutschland die Umsetzung dieses Instruments durch eigene Programme in ihren Ländern präsentiert, Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede herausgearbeitet und Handlungsempfehlungen für eine Weiterentwicklung dieses Instrumentes aufgestellt. Den Bericht aus der Arbeitsgruppe finden Sie hier.
Darüber hinaus wurden auf einer Projektmesse an insgesamt 33 Ständen Programme und lokale Projekte zur beruflichen und sozialen Integration benachteiligter Personen aus neun europäischen Ländern präsentiert. Eine Liste der Aussteller finden Sie hier, weitere Informationen zur internationalen Projektmesse finden Sie hier.
Der Kongress wurde zudem durch zahlreiche kulturelle Acts, die im Rahmen von LOS entstanden sind, aufgelockert. Die Liste der kulturellen Acts finden Sie hier.
Zum Abschluss zeigten die LOS-Projekte „Schillerplatz“ (Quartiersfernsehen) und „Pausenradio“ aus Ludwigshafen einen kurzen Film, in denen Stimmen zum Fachkongress eingefangen worden sind. Den Film finden Sie hier.
LOS-Themenpapier zum Gender Mainstreaming erschienen
Gender Mainstreaming ist im Programm LOS ein Querschnittsthema und stellt eine Strategie zur Herstellung der Chancengleichheit für Frauen und Männer, Mädchen und Jungen dar. Der englische Begriff „Gender“ steht für „Geschlecht“ und bezeichnet nicht das biologische Geschlecht, sondern die sozial und kulturell geprägten und durch Sozialisation erlernten Geschlechterrollen. Für das soziale und kulturelle Geschlecht sind - immer in Verbindung bzw. „Ergänzung“ mit dem biologischen Geschlecht gesehen - u.a. folgende Faktoren relevant: Religion, ethnische Herkunft, Alter, Bildung, sexuelle Orientierung, Einkommen und Behinderung. Der Begriff „Mainstreaming“ erklärt sich damit, dass die Kategorie „Gender“ grundlegend in politische Entscheidungsprozesse - in den „Mainstream“ - integriert werden muss.
Die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern, auf die die jeweiligen Geschlechterrollen maßgeblichen Einfluss haben, müssen im Programm LOS auf folgenden Ebenen beachtet werden:
- bei der Erstellung des Lokalen Aktionsplans,
- auf der Ebene der Entscheidungsfindung über die Auswahl von Mikroprojekten im Begleitausschuss und
- auf der Ebene der Umsetzung der Mikroprojekte.
Für die Umsetzung von Gender Mainstreaming sind insbesondere die Mikroprojekte von Bedeutung, da hier die im Lokalen Aktionsplan formulierten gleichstellungsorientierten Ziele Gestalt annehmen.
Mehr Informationen erhalten Sie im LOS-Themenpapier 1/2007 anhand von konkreten Projektbeispielen.
Hinweise auf Ausschreibungen
Ausschreibung des Integrationspreises „JobErfolg 2007“
Der Präsident des Bayerischen Landtages sowie die Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Frauen und die Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung vergeben am 03. Dezember 2007 im Rahmen des Welttages für Menschen mit Behinderung zum dritten Mal den Integrationspreis „JobErfolg – Menschen mit Behinderung am Arbeitsplatz“.
Weitere Informationen unter www.behindertenbeauftragte.bayern.de
Deutscher Kinder- und Jugendhilfepreis 2008 – Hermine-Albers-Preis –
Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ schreibt den Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreis 2008 - Hermine-Albers-Preis aus.
Der Deutsche Kinder- und Jugendhilfepreis - Hermine-Albers-Preis - wird von den Obersten Landesjugend- und Familienbehörden gestiftet und vom Vorstand der Kinder- und Jugendhilfe - AGJ alle zwei Jahre verliehen.
Einsendeschluss 5. November 2007
Weitere Informationen finden Sie hier:
Der Heinz | Westphal | Preis , Ehrenamtspreis des Bundesjugendministeriums und des Deutschen Bundesjugendrings, unterstützt und fördert beispielhaftes Engagement von ehrenamtlichen Jugendleiter(inne)n im Rahmen der Jugendverbands- und Jugendringarbeit.
Weitere Informationen unter www.heinz-westphal-preis.de
Die Gesellschafter
Zum Gesellschafter-Projekt hat die Aktion Mensch im April 2006 ein eigenes Förderprogramm eingerichtet. Ausgehend von der Frage „In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?“ sollen darüber konkrete soziale Projekte vor Ort ermöglicht werden.
Weitere Informationen unter https://diegesellschafter.de/aktion/foerderprogramm/index.php
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