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Erfolgsbilanz für das Programm "Lokales Kapital für soziale Zwecke" (LOS)
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Erfolgsbilanz für das Programm "Lokales Kapital für soziale Zwecke" (LOS)
Bilanz und Ausblick
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Dr. Hermann Kues, informiert sich auf der Projektmesse über die Umsetzung von LOS in Worms. (Foto: Jörg Peter / zenobi)
Nach rund fünfjähriger Laufzeit endet in diesen Tagen das sehr erfolgreiche Programm "Lokales Kapital für soziale Zwecke" (LOS) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert wurde.
Mit LOS hat das BMFSFJ bundesweit 200 Kommunen und Landkreise dabei unterstützt, soziale Ungleichheit in Städten und Gemeinden abzumildern und den sozialen Zusammenhalt zu fördern. Das Motto des Programms lautete Menschen beteiligen, Strukturen vernetzen, Mikroprojekte fördern. Denn ein Gemeinwesen funktioniert nur dann gerecht, wenn alle Menschen die Möglichkeit zur Teilhabe an Infrastruktur, Beschäftigung und Entscheidungskompetenz etc. haben.
Auf dem LOS-Bilanzkongress am 16. Juni konnten sich der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Dr. Hermann Kues, Torsten Hubertus Arndt von der Generaldirektion Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit der Europäischen Kommission und der Bürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg, Dr. Franz Schulz, ein Bild von der Kreativität und Beständigkeit der lokalen Umsetzung machen.
"LOS hat sich zu einer wahren Erfolgsgeschichte entwickelt. Das Programm hat unsere Erwartungen weit übertroffen", sagte Dr. Hermann Kues in seiner Eröffnungsrede. LOS ist fünf Jahre nach seinem Start eines der bekanntesten Bundesprogramme mit Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds. Entstanden war es vor dem Hintergrund der häufig schwierigen sozialen und beruflichen Situation von Menschen in benachteiligten Stadtteilen.
In 288 Fördergebieten wurden gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Mikrozuschüsse in Höhe von maximal 10.000 Euro vergeben. In über 14.000 Kleinstprojekten wurden mehr als 400.000 Menschen qualifiziert, beraten oder anderweitig unterstützt, um sich auf dem Arbeitsmarkt behaupten zu können. Es konnten 7.000 zusätzliche Ausbildungsplätze und 11.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Das Fördervolumen betrug insgesamt 111 Millionen Euro.
Besonderes Merkmal des Programms ist, dass die Probleme in benachteiligten Stadtteilen vor Ort und gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern gelöst wurden. "Wir haben die Förderverantwortung an die lokale Ebene delegiert und damit auf neue und unkonventionelle Weise die Eigeninitiative der Menschen aktivieren können", sagte Dr. Hermann Kues in seiner Rede.
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfamilienministerium kündigte gleichzeitig eine Neuauflage des Programms für 2009 an. Dann soll die Förderung vor allem in den östlichen Bundesländern erheblich ausgeweitet werden. Außerdem soll die bisherige enge Anbindung des Programms an die Fördergebiete der Bund-Länder-Vereinbarung "Soziale Stadt" aufgegeben werden. Das Programm wird wieder aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert und zunächst eine Laufzeit von drei Jahren haben.
LOS-Bilanzkonferenz
Innenraum der Kirche (Foto: Jörg Peter / zenobi)
Im Rahmen der Veranstaltung in der Emmaus-Kirche in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg wurde ein Resümee über die letzten fünf Jahre gezogen. Die Fachbeiträge beleuchteten LOS aus dem lokalen, bundesweiten und europäischen Kontext. Zusätzlich fand am angrenzenden Lausitzer Platz eine Projektmesse statt, auf der rund 30 Gebiete ihre erfolgreiche Umsetzung des Programms vorstellten. Von einer mobilen Schmiede, die im Schulbereich der beruflichen Orientierung dient, über kulinarische Produkte des Kreuzberger Kuchenbäckerinnen-Projektes bis hin zu einer Dance-Performance – aufgeführt von über LOS ausgebildeten Tanztrainern – sowie einer Internet-Live-Übertragung des LOS-Projekts „Goitzsche-Radio“: die Vielfalt der Projekte bot einen spannenden Einblick in Programminhalte.
LOS-Film-Bär und kulturelles Rahmenprogramm
Auch in diesem Jahr wurde wieder der LOS-Film-Bär verliehen. Über LOS entstandene Filme wurden in unterschiedlichen Kategorien gekürt - im Rahmen des Kongress-Filmfestivals ging der LOS-Filmbär an die Gewinner/-innen „SOKO Zukunft“ aus Bad Langensalza, „LOS-Förderprojekte in Glauchau“ und „Auf gleicher Augenhöhe“ aus Freiburg. Der Sonderpreis ging an Ludwigshafen am Rhein mit dem Dokumentationsfilm über die EU-Tagung im Juni 2007 in Leipzig. (Die Filme vom Kongress-Filmfestival finden Sie hier.)
Ein buntes kulturelles Rahmenprogramm, das durch LOS-Projekteilnehmer/-innen musikalisch und darstellerisch geboten wurde, rundete die Veranstaltung ab (eine Liste der Acts finden Sie hier).
Eine Dokumentation zur Tagung wird noch erfolgen und auf der LOS-Homepage eingestellt werden.
Wie geht es weiter?
Nach erfolgreicher fünfjähriger Programmlaufzeit gibt es nun erstmal eine kurze „kreative Schaffenspause“. Ab Herbst diesen Jahres sollen dann in Auftaktveranstaltungen die Fördermodalitäten zur neuen Programmphase von LOS vorgestellt werden. Für den Dezember ist das Antragsverfahren vorgesehen. Alle antragsberechtigten Kommunen und Landkreise werden hierzu im Vorfeld angeschrieben. Die Umsetzung von Mikroprojekten ist ab März 2009 geplant.
Interessierte, die sich über den weiteren Verlauf aktuell informieren lassen möchten, können den Newsletter abonnieren. Den LOS-Newsletterdienst erreichen Sie hier.
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© 2010 ARGE Regiestelle... GbR zuletzt aktualisiert am: 09.07.2008
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